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Wir wollen hier nicht nur wissenschaftliche Texte, Seiten und Literaturhinweise zu den Themen sammeln, sondern Menschen vielfältige, lebhafte und berührende Informationen zu den Themen Sexualität, Partnerschaft und Entwicklung zur Verfügung stellen.

Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es Menschen hilft, wenn sie die Erfahrung machen, dass sie mit den Problemen, die sie besonders schwerwiegend erleben, nicht alleine sind, sondern dass auch andere Ähnliches zu berichten haben.

Wir freuen uns somit auch über Ihre Erfahrungsberichte, Fragen und Beiträge!


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Thema Sexsucht
Wie kann Sexsucht therapiert werden? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Wie kann Sexsucht therapiert werden?

Bei der Therapie geht es in erster Linie darum, dass die Betroffenen ein Gefühl für sich selbst und ihre Bedürfnisse entwickeln. Meist sind „Sexsüchtige“ auf Extremerfahrungen und Exzesse „programmiert“ und schwer in der Lage, die eigene Körperlichkeit und Empfindungen wahrzunehmen. Dabei ist vor allem wichtig, für die Auslösesituationen des sexuellen Getriebenseins zu sensibilisieren.
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Gibt es einen Auslöser für eine Sexsucht? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Gibt es einen Auslöser für diese Krankheit?

Grundsätzlich ist zwischen Auslösern und Ursachen zu unterscheiden. Beide können individuell sehr unterschiedlich sein, denn sie sind sehr eng mit der persönlichen Geschichte und Biographie verbunden. Auslöser sind eher äußere Bedingungen, Situationen und Anforderungen, in denen das Bedürfnis, sich sexuell „übersteigert“ zu betätigen stärker wird.
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An wen können sich Sexsüchtige wenden, um eine Diagnose zu bekommen? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
An wen können sich Betroffene wenden, um eine Diagnose zu bekommen?

Eine Diagnose ist nicht unbedingt notwendig – das Leiden verändert sich nur in den seltensten Fällen, wenn es einen Namen bekommt. Außerdem ist eine klare und abgrenzende Diagnose nicht wirklich möglich. Zur Selbsteinschätzung gibt es einige Fragebögen im Internet.
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Wie verbreitet ist eigentlich die sog. Sexsucht? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Wie verbreitet ist eigentlich die sog. Sexsucht?

Die Angaben zur Verbreitung des Phänomens „Sexsucht“ sind teilweise sehr unterschiedlich. Es gibt keine umfassenden Studien, die dazu Auskunft geben. Schwierig ist ja bereits die genaue Definition des Begriffs und damit auch, ab welchem Schweregrad man Personen als „sexsüchtig“ einstuft.
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Warum hören wir eigentlich öfter von männlichen Sexsüchtigen? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Warum hören wir eigentlich öfter von männlichen Sexsüchtigen?

Im süchtigen Verhalten kommen unterdrückte Gefühle und Bedürfnisse zum Ausdruck. Fragt man Betroffene, was Sie eigentlich suchen, wenn es sie „umtreibt“, so geben sie an, dass sie nach Abenteuer suchen, Erregung, Intensität, Erfolg und nach dem Gefühl, lebendig zu sein.
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Ab wann ist ein Mann sexsüchtig? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Männer denken ja bekannter Weise häufiger an Sex als Frauen. Aber wann ist ein Mann sexsüchtig?

Sexsüchtig ist ein Mann dann, wenn er sich selbst oder andere ihn so beschreiben. Meist wird ihm dieser Etikett von außen nahegelegt oder er wählt es sich selbst, um seinem Leiden einen Namen zu verleihen.
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Wie genau äußert sich eine Sexsucht? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Denken Sexsüchtige tatsächlich nur an Sex und finden keine Befriedigung? Wie genau äußert sich diese Krankheit?

In unserer Praxis suchen viele Menschen Hilfe, die sich selbst als sexsüchtig beschreiben. Dabei gibt es allerdings in der Beschreibung der Symptome bei den einzelnen große Unterschiede. Während der eine häufig Bordelle aufsucht, zwanghaft masturbiert oder sich in Erotikforen rumtreibt, zieht es einen anderen vielleicht täglich ins Pornokino oder mehrmals täglich mit der eigenen Frau oder unterschiedlichen Frauen ins Bett.
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Thema Sexsucht: Gibt es eine solche Krankheit wirklich? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Immer wieder hört man in den Medien von prominenten Paaren, deren Beziehung an der Sexsucht des Mannes gescheitert ist. Bekannte Beispiele sind der Golfer Tiger Woods oder der Schauspieler David Duchovny, der sich wegen Sexsucht in Therapie befinden soll. Gibt es eine solche Krankheit wirklich?

Im aktuellen Katalog aller Krankheiten „ ICD10“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) findet sich ein Störungsbild, das als „gesteigertes sexuelles Verlangen" bzw. als Satyriasis (beim Mann) oder Nymphomanie (bei der Frau) bezeichnet wird.
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Gibt es die Krankheit Sexsucht wirklich, ist sie wissenschaftlich anerkannt? Und wo liegt der Unterschied zu Hypersexualität? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Vibhuti Uzler und Robert Ananda Coordes   
Donnerstag, 19. Februar 2009 um 18:41 Uhr
Gibt es die Krankheit Sexsucht wirklich, ist sie wissenschaftlich anerkannt? Und wo liegt der Unterschied zu Hypersexualität?

Im Katalog der Weltgesundheitsorganisation ICD10 findet sich ein Störungsbild, das als „Gesteigertes sexuelles Verlangen" bzw. als Satyriasis (Mann) oder Nymphomanie (Frau) bezeichnet wird.
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 13. Juni 2009 um 09:16 Uhr
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Sexsucht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Vibhuti Uzler und Ananda Coordes   
Freitag, 12. Dezember 2008 um 23:06 Uhr

Gibt es diese Krankheit wirklich, ist sie wissenschaftlich anerkannt? Und wo liegt der Unterschied zu Hypersexualität?

Im Katalog der Weltgesundheitsorganisation ICD10 findet sich ein Störungsbild, das als „Gesteigertes sexuelles Verlangen" bzw. als Satyriasis (Mann) oder Nymphomanie (Frau) bezeichnet wird.

Da der Begriff „Sucht“ sehr inflationär gebraucht wird, verwendet ihn die WHO seit 1964 nicht mehr. Hypersexualität und Sexsucht beschreiben allerdings dasselbe Phänomen. Bei der Diagnose gibt es wenig wissenschaftliche Einigkeit.

Gibt es in Deutschland auch solche Sexkliniken, in denen man sich behandeln lassen kann?

Es gibt in Deutschland im Gegensatz zu Amerika noch keine spezifischen Therapieprogramme und Kliniken für Sexsüchtige. Es existieren allerdings Selbsthilfegruppen und Internetforen , die die Betroffenen als sehr hilfreich empfinden. Die „Anonymen Sexaholiker“ (AS) und die „Sex and Love Addicted Anonymous“ (SLAA) sind bekannte Selbsthilfegruppen.

Wenn ja, wie sieht eigentlich die Therapie aus?

Sexsucht ist ein Symptom und weist auf tiefer liegende Konflikte in der Person hin. Eine Therapie muss diese Konflikte berücksichtigen und erforschen, um die Person zu befähigen, sich tiefer gehend in der Sexualität einzulassen und so Entspannung und Befriedigung zu erfahren. Mit Veränderung der Beziehung zu sich selbst und zu Anderen verschwindet so meist auch das unbefriedigende und süchtige Streben nach Sex.

Was passiert psychologisch während eines „Sex-Rauschs“? Denken Sexsüchtige permanent an Sex?

Sexsucht lässt sich wie ein Getriebensein beschreiben, wie ein rastloses inneres Verlangen nach einem anderen Gefühlszustand.

Oft werden zuvor in bestimmten Situationen unangenehme Gefühle wie Schuld oder Scham geweckt, die die Person unbewusst belasten und in der Situation nicht bewältigt werden können. In der Sucht wird dann danach gestrebt, diese Regungen zu erlösen. Wie sich das konkret äußert ist individuell unterschiedlich.

Ab wann gilt man als sexsüchtig? Wo ist die Grenze zwischen extrem potent und süchtig?

Es gibt keine einheitlichen Kriterien für die Diagnose einer Sexsucht. Wie bei allen Süchten gilt: Unter Sucht versteht man ein bestimmtes Verhaltensmuster, das mit einem unwiderstehlichen, wachsenden Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- und Erlebniszustand beschrieben wird. „Potent“ kann als „können“ übersetzt werden und „süchtig“ im Gegensatz dazu als „nicht ohne können“.

Was können Auslöser für Sexsucht sein – oder ist das erblich?

Sexsucht ist in der Regel nicht erblich. Die Grundlagen für eine Disposition zur Sexsucht können jedoch in der Kindheit gelegt werden.

Bei der Sexsucht gehen oft die Unfähigkeit, Sexualität als befriedigend zu erleben mit der gleichzeitigen Nutzung von Sex als Schmerz- und Betäubungsmittel einher.

Gibt es noch andere Symptome der Abhängigkeit außer chronischem Sextrieb?

Sexsucht ist eine Form der stoffungebundenen Süchte. Sie dient ähnlich wie Drogen oder Alkohol dazu, ganz bestimmte Gefühle zu betäuben, die der Betroffene ohne regelmäßiges Erleben eines Rauschzustandes nur schwer aushalten kann. Gleichzeitig werden durch den süchtigen Konsum Gefühle wie Scham, Schuld und innere Leere zumeist noch verstärkt, die dann wieder durch gesteigerten Konsum überdeckt werden. Das Risiko, auch andere „Betäubungsmittel“ zu gebrauchen ist somit erhöht.

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 19. Februar 2009 um 22:40 Uhr
 


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Forschung: Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie suchen wir als Interviewpartner Männer und Frauen, die an vorzeitigem Samenerguss, Erektiler Dysfunktion, Vaginismus oder Lustlosigkeit leiden. Nähere Informationen finden Sie hier.