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Wir wollen hier nicht nur wissenschaftliche Texte, Seiten und Literaturhinweise zu den Themen sammeln, sondern Menschen vielfältige, lebhafte und berührende Informationen zu den Themen Sexualität, Partnerschaft und Entwicklung zur Verfügung stellen.

Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es Menschen hilft, wenn sie die Erfahrung machen, dass sie mit den Problemen, die sie besonders schwerwiegend erleben, nicht alleine sind, sondern dass auch andere Ähnliches zu berichten haben.

Wir freuen uns somit auch über Ihre Erfahrungsberichte, Fragen und Beiträge!


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Thema Fremdgehen
Wie geht man nach dem Seitensprung mit der Angst vor dem „nächsten Mal“ um? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 18:10 Uhr
In der Angst nimmt man das „nächste Mal“ bereits innerlich vorweg, stellt es sich bildlich vor und aktiviert damit die entsprechenden Gefühle wie in einem Traumszenarium. Diese Gefühle sind meist schmerzhaft und werden dann verdrängt. Genau darin liegt das Problem: Alles, was verdrängt wird – in der Beziehung und auch im Individuum – drängt wieder an die Oberfläche und zeigt sich unbewusst und unkontrollierbar.
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Ist eher eine Einzeltherapie oder eine Paartherapie nach einem Seitensprung sinnvoll? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 17:31 Uhr
Grundvoraussetzung für eine Paartherapie ist natürlich, dass beide Partner mit einer Therapie einverstanden sind und Sinn darin sehen, gemeinsam an ihrer Partnerschaft zu arbeiten. Dies ist meistens besonders schwer vorstellbar, wenn der Seitensprung sehr aktuell stattgefunden hat oder die durch ihn ausgelösten Gefühle sehr intensiv sind.
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Was kann man machen, dass es erst gar nicht zum Seitensprung kommt? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 17:26 Uhr
Da es unterschiedliche Motive für Seitensprünge gibt, ist diese Frage nicht pauschal zu beantworten. Zudem sind die Motive oft unserem Bewusstsein nicht zugänglich und zeigen sich oft erst nach dem Seitensprung. Die Kräfte des Unbewussten lassen sich nicht dadurch kontrollieren, dass man bestimmte Verhaltensweisen ändert oder andere unterlässt. Grundsätzlich kann empfohlen werden:
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Wie gewinnt man das Vertrauen zueinander wieder zurück? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 17:12 Uhr
Notwendig ist zunächst einmal auszumachen, wodurch das Vertrauen abhanden gekommen ist.
Viele Paare bemerken während der therapeutischen Auseinandersetzung, dass die Momente des Vertrauens im Laufe ihrer Beziehung selten waren und dass dieses ihnen erst durch den sog. Seitensprung bewusst geworden ist.
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Tipps: was kann ein Paar nach einem Seitensprung tun, wenn es wieder zusammen kommen möchte? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 17:06 Uhr
Grundlegend ist, dass beide Partner sich ehrlich mit ihren eigenen Gefühlen auseinandersetzen. Machen Sie sich klar, dass der andere nicht für diese Gefühle verantwortlich ist. Gehen Sie in sich und beobachten Sie ehrlich ihre Motive und Gefühle. Es kann zwar sein, dass gerade die wahrhaftige Auseinandersetzung sehr schmerzhaft ist – sie ist aber auch meist die einzige Möglichkeit, auf einer neuen Ebene die Beziehung fortzusetzen. Ein Seitensprung ist kein Ausrutscher wie ein Unfall, sondern ist emotional nachvollziehbar und auch vermittelbar. Zeigen Sie sich verantwortlich ohne sich schuldig zu fühlen. Schieben sie den Seitensprung nicht Aspekten wie Zufall oder dem Alkohol zu, sondern schauen sie tiefer nach. Erst, wenn Sie ihre Motive erkennen und vermitteln, kann wieder Vertrauen entstehen. Ein Seitensprung ist nicht nur negativ – er kann die Möglichkeit tiefgreifender persönlicher und partnerschaftlicher Entwicklung eröffnen. Fragen Sie sich: Was habe ich bisher in meiner Beziehung unterdrückt und welche Veränderungen wünsche ich mir? Was kann ich dazu beitragen? Versuchen Sie den Anderen zu verstehen, ohne anzuklagen und Fehler aufzurechnen. Sie können davon ausgehen, dass der Partner aus nachvollziehbaren Gründen gehandelt hat. Hätte er eine andere Möglichkeit gehabt zu handeln, so hätte er sie gewiss wahrgenommen. Die größte Herausforderung für den jeweiligen Partner liegt darin, die eigenen Reaktionen und verletzten Gefühle bei sich zu lassen und einen Weg zu finden, diese auszudrücken ohne den anderen zu verletzten. Wenn die Regungen zu intensiv werden, dann hilft meist nur professionelle Hilfe. In einer Einzeltherapie oder Paartherapie werden Sie dabei unterstützt Ihre Gefühle entsprechend auszudrücken und so einen hilfreichen Umgang damit zu finden.
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Für wen ist es schwieriger, wieder an die Beziehung zu glauben, für den Betrogenen oder den Betrügenden? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 16:58 Uhr
Sich nach einem Seitensprung betrogen zu fühlen, ist nur eine Möglichkeit. Einige Partner fühlen sich „im Stich gelassen“ oder „gedemütigt“, andere hingegen sogar „wachgerüttelt“. Wenn man sich betrogen fühlt, so hat man mit entsprechenden Gefühlen eines Betrogenen wie z.B. Wut zu tun. Diejenigen, die sich fühlen, als hätten sie betrogen, erleben oft Schuld- oder Schamgefühle. Diese Gefühle beeinflussen die Wahrnehmung der Beziehung und des Beziehungspartners – das kann so weit gehen, dass der andere Partner gar nicht mehr gesehen werden kann, sondern komplett von den eigenen Reaktionen und Gefühlen überlagert wird. In der Psychologie spricht man von sog. „Projektionen“ oder auch „Übertragungen“. Die klassische Sichtweise, dass es bei einem Seitensprung ein Opfer und einen Täter gibt, lässt sich in der Praxis nicht bestätigen. Beide Partner sind emotional meist so sehr verstrickt, dass Ihre Begegnung sich auf festgefahrene Muster reduziert, in denen eine Verhaltensweise des Einen nahezu automatisch die Gefühlsreaktion des Anderen bedingt und umgekehrt. Ob aus diesen Mustern und Gefühlen heraus wieder an die Beziehung geglaubt werden kann, hängt davon ab, ob der Partner erkennen kann, dass diese Gefühle nicht durch die „Schuld“ des anderen bedingt sind, sondern aus ihm selbst kommen und meist älter sind als die Beziehung. Durch den Seitensprung kommen kindliche Regungen und Gefühle zurück in Erinnerung und werden wieder erlebt. Die Gefühle entstehen aber nicht ursächlich durch einen Seitensprung – das ist ein großer Unterschied und diese Erkenntnis ist entscheidend dafür, ob man wieder an die Beziehung glauben kann bzw. will. Manchmal sind die ausgelösten Gefühle allerdings so intensiv, dass beide Partner sich gar nicht mehr aus ihnen lösen können und so auch in gegenseitigen Schuldzuweisungen und Abhängigkeiten gefangen bleiben. Dann ist es manchmal tatsächlich auch besser, die Beziehung zu beenden.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 13. Februar 2009 um 17:05 Uhr
 
Ist Fremdgehen grundsätzlich negativ für eine Beziehung? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 16:53 Uhr
Folgende Natürlich werden meistens durch das sog. Fremdgehen Gefühle ausgelöst, die selten positiv erlebt werden und die mit großem Leiden für einen wie auch für den anderen Partner verbunden sind.
In unserer Praxis wird eines deutlich: Ein Seitensprung verändert beide Partner und die Beziehung oft fundamental. Die Dinge, die beiden vorher zumeist unbewusst waren, die in der Beziehung zuvor unterdrückt oder verdrängt wurden, werden nach einem Seitensprung oft plötzlich und schmerzhaft bewusst.
Wenn das „dritte Element“ – der Seitensprung-Partner - in die Beziehung tritt, fällt manchen Paaren erst auf, dass Ihnen in der Beziehung seit Jahren bereits etwas gefehlt hat und auch was sie in ihrer Beziehung über Jahre gemieden haben.
Beziehungen basieren meist auf unbewusst geschlossenen Verträgen, Kompromissen und unreflektierten Absprachen zwischen den Partnern. Durch den Seitensprung werden diese Verträge bewusst, die zuvor vielleicht stillschweigend von beiden akzeptiert worden sind, obwohl beide insgeheim nicht damit einverstanden waren und obwohl sich beide davon eingeengt gefühlt haben.
Mit dem unerwarteten Seitensprung eines Partners platzen so oft Illusionen und werden unausgesprochene Erwartungen enttäuscht. Was dann schmerzt, sind die Wut und die Trauer über die während der Beziehung geschlossenen Kompromisse. Aus therapeutischer Perspektive ist hier der Beginn eines intensiven Entwicklungsprozesses für beide Partner und für die Beziehung.
Es besteht die Chance, seine wahrhaftigen Gefühle in Beziehung zum Partner zu erkennen und alte Kompromisse zu beenden. Für viele Paare markiert ein Seitensprung den Beginn einer erfüllenden Partnerschaft mit lebendiger Sexualität. Insofern können Seitensprünge auch sehr entscheidende und positive Auswirkungen haben.
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Warum gehen Menschen fremd? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Coordes   
Freitag, 13. Februar 2009 um 15:15 Uhr
Die folgende Frage wurde Robert Coordes im Rahmes eines Interviews für die Sendung Vivo auf 3 Sat gestellt.
Warum gehen Menschen fremd? Die Gründe für sexuelle Affären sind sehr vielfältig und unterschiedlich. Was für den einen eine günstige Gelegenheit auf der Dienstreise, mag für den anderen das Wiedersehen und das damit einhergehende Aufflammen von verschütteten Gefühlen zur alten Schulfreundin sein. Man kann Fremdgehen, um aus einer zu engen Beziehung auszubrechen und sich so seine Selbstständigkeit zu beweisen. Man kann sich über das Fremdgehen mit dem Ex an seinem Partner rächen. Man kann fremdgehen, weil man der langjährigen Partnerin seine sexuellen Phantasien nicht zumuten möchte und sich trotzdem nach deren Verwirklichung sehnt. Man kann fremdgehen, weil man nicht mehr mit seiner Beziehung zufrieden ist und sich nicht mehr begehrt fühlt oder auch, um vor den Routinen des Alltags zu fliehen. Viele Menschen beginnen allerdings auch mit einem weiteren Partner eine Affäre, weil sie einfach von ihm angezogen sind und dieser Anziehung folgen wollen. Es muss nicht immer etwas mit dem Partner zu tun haben. Begriffe wie „fremdgehen“ oder „betrogen werden“, die wir in der Regel verwenden, sind nicht wertfrei. Wenn man „fremdgehen“ kann, so gibt ja anscheinend auch das normale, das „vertraut“ gehen. Manchmal ist aber das genau das Problem: Oft ist die vertraute und harmonische Beziehung auch derjenige Kontext, in dem die Partner sich jeweils vom anderen in ihrer Freiheit beschnitten oder eingeengt fühlen. In vielen Beziehungen sind die Partner emotional voneinander abhängig und müssen sich ständig ihre gegenseitige Liebe bestätigen. In diesen Beziehungen vermeiden beide es, Gefühle auszudrücken, die der Harmonie entgegenstehen und folgen starren Beziehungsvorstellungen. Viele Beziehungen werden so „eng“ in ihrer scheinbaren Vertrautheit, dass die Partner ausbrechen müssen, um überhaupt wieder ein wenig Freiheit und Abenteuer und die eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 13. Februar 2009 um 15:22 Uhr
 


Forschung: Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie suchen wir als Interviewpartner Männer und Frauen, die an vorzeitigem Samenerguss, Erektiler Dysfunktion, Vaginismus oder Lustlosigkeit leiden. Nähere Informationen finden Sie hier.